Fördermöglichkeiten für Initiativen

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Initiativen brauchen für ihre Aktivitäten und die Umsetzung ihrer Ideen Geld. Im folgenden eine Übersicht über Fördermöglichkeiten, denen wir bisher begegnet sind. Bitte beachten, dass manche Bonn- oder NRW-spezifisch sind.

Stadt Bonn, Ausschuss für Internationales und Wissenschaft

Der Rat der Stadt Bonn ist im Sommer 2010 der Empfehlung des Ausschusses für Internationales und Wissenschaft gefolgt und hat zusätzliche 25.000 Euro für entwicklungspolitische Bildungsarbeit und Projektpartnerschaften eingestellt. Hier haben wir die Förderung unserer Namibia-Ausstellung beantragt und die beantragten Mittel erhalten.
2011 werden wieder 25.000 EUR an entsprechende Projekte verteilt. Antragsfrist ist der 30.9.2011.
Ausschreibung 2011


Ökosponsoring der Stadt Bonn

Grundidee des Ökosponsorings ist es, Gelder aus der Vermarktung von Werbeflächen auf städtischen Fahrzeugen für zusätzliche ökologische Projekte in der Kommune zu nutzen. Sie sollen einen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Entwicklung der Städte unter ökologischen Vorzeichen leisten. Thematisch können die Projekte das gesamte Spektrum des Umweltschutzes umfassen.
Träger der Projekte können beispielsweise Umwelt- oder Agendagruppen sein.
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Förderung der internationalen Begegnung und Zusammenarbeit in der Bundes- und UN-Stadt Bonn durch eine Stiftung der Sparkasse Köln-Bonn

"Die Stiftung fördert die internationale Begegnung und Zusammenarbeit in der Bundes- und UN-Stadt Bonn. Zu den Zielen der Stiftung gehören die Förderung

  • der Völkerverständigung,
  • der Entwicklungszusammenarbeit,
  • der europäischen Integration sowie
  • von Wissenschaft und Forschung in den Bereichen internationale Politik und Geschichte.

Die Stiftung verfolgt ihre Ziele, indem sie die Begegnung von Menschen und Kulturen fördert. Sie unterstützt daher in Bonn oder der Region Veranstaltungen und Kongresse mit internationaler Beteiligung oder führt eigene Veranstaltungen durch. Außerdem fördert die Stiftung die Aktivitäten von Institutionen und Vereinen, die sich für Völkerverständigung und den Dialog der Kulturen einsetzen."
Gemeinnützige Organisationen können Anträge stellen.
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Bonner Spendenparlament

Grundidee: SpenderInnen entscheiden demokratisch, welche Bonner Organisationen ihre Zuwendungen bekommen sollen. Das Bonner Spendenparlament unterstützt Initiativen und Projekte in Bonn, die

  • von Armut, Isolation und Obdachlosigkeit betroffenen Menschen helfen;
  • zur Integration aller Bevölkerungsgruppen beitragen;
  • Bildung und Ausbildung junger Menschen fördern
  • oder auf andere Weise die Lebensbedingungen in unserer Stadt spürbar verbessern.

Voraussetzung für die Förderung durch das Bonner Spendenparlament ist die anerkannte Gemeinnützigkeit der Fördermittel beantragenden Institution und ein Bezug zur Stadt Bonn.
Nächste Antragsfrist: Anträge für die 6. Parlamentssitzung am 9.November 2011, können bis zum 7. September 2011 eingereicht werden.
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Bußgelder

Wenn RichterInnen oder StaatsanwältInnen zu einem Bußgeld verurteilen, legen sie fest, einen bestimmten Betrag an die Staatskasse oder an einen gemeinnützigen Verein zu zahlen, der in der bei Gericht vorliegenden "Liste der gemeinnützigen Einrichtungen, denen in Straf- und Ermittlungsverfahren Geldauflagen zugesprochen werden können" geführt wird. Gemeinnützige Vereine können bei den Gerichten beantragen, in die Bußgeldliste aufgenommen zu werden. Anträge werden an die Präsidenten der Land- oder Oberlandesgerichte gerichtet. Jedes Landgericht führt eine Bußgeldliste. Den Richtern der Amts- und Landgerichte werden diese Listen jährlich übermittelt. Sinnvoll ist vor allem die Eintragung bei den Landgerichten in der Region, in der eine Einrichtung tätig ist. Oberlandesgerichte führen auch überregional tätige Vereine auf ihren Bußgeldlisten. Um öfter berücksichtigt zu werden, sollte nicht versäumt werden, sich bei möglichst vielen Gerichten eintragen zu lassen und regelmäßig RichterInnen persönlich anzusprechen.
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Fördermittel der Länder für die Europawoche 2011

Initiativen und Verbände können Landesfördermittel für eigene Veranstaltungen in der diesjährigen Europawoche (6. bis 16. Mai 2011) beantragen. "In der Woche sollen Workshops, Seminare, Tagungen, Konferenzen, Lesungen, Gesprächsrunden oder andere innovative Projekte die Bürgerinnen und Bürger anregen, sich mit Europa zu beschäftigen. Nach den jüngsten Erfahrungen mit einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise stehen wir Europäer vor einer großen Herausforderung. Wir können die großen Probleme der Zukunft nur gemeinsam lösen. Gerade jetzt müssen wir Europäer uns bewusst machen, wie eng wir in der globalisierten Welt zusammengehören."
Die Förderung des Landes sollte in der Regel 50 % der Projektkosten nicht überschreiten. Die Mindestfördersumme des Landes Nordrhein-Westfalen beträgt pro Informationsmaßnahme 1000 €. Eine Informationsmassnahme kann aber auch aus mehreren Veranstaltungen bestehen, die einen gemeinsamen Kontext haben. Verwaltungskostenpauschalen können bis maximal 10 % der Gesamtkosten angesetzt werden. Der 50%-ige Eigenanteil muss in Geldform (eigenes oder Sponsoren) geleistet werden.
Antragsfrist 2011: 16. Februar

Infos zur Förderwoche und den Förderbedingungen
Antragsformular
Ideensammlung im Forum

Krankenkassenförderung für Selbsthilfegruppen

Alle gesetzlichen Krankenkassen und Krankenkassenverbände fördern die gesundheitsbezogene Selbsthilfe mit einem gesetzlich festgelegten Betrag.
Antragsformulare, Info-Brief mit Erläuterungen, Kontaktdaten für Bonn können hier (bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bonn) heruntergeladen werden.
Infotreffen für Anträge 2012 in Bonn am 17.1.2012, 18 Uhr bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Lotharstraße 95, Bonn.

Aktion Mensch - die Gesellschafter

"In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" ist die zentrale Frage des "Gesellschafter-Projektes". Hinter dem Projekt stehen die Aktion Mensch und zahlreiche Verbände und Organisationen – darunter die Wohlfahrtsverbände und das ZDF. Ziel des Projektes ist es, der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, sich die Diskussion um die Zukunft der Gesellschaft wieder anzueignen. Ein Förderprogramm unterstützt Initiativen für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft.
Ab April 2011 lautet der Förderschwerpunkt Inklusion. Unter Inklusion versteht die Aktion Mensch, dass jeder Mensch vollständig und gleichberechtigt an allen gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen kann. Innerhalb dieses Förderschwerpunktes bietet die Aktion Mensch zwei neue Förderbausteine:
Zum Einen das auf mehrere Jahre angelegte Förderprogramm Inklusion - für Vernetzungsprojekte auf lokaler Ebene.
Zum Anderen die Förderaktion "Miteinander gestalten".

GLS Treuhand

Die GLS Treuhand fördert nur gemeinnützige Vorhaben. Gefördert werden innovative Konzepte und Vorhaben in den folgenden Bereichen:

  • Altenarbeit
  • Bildung (Hochschulen, Schulen und Kindergärten)
  • Demokratie, Menschenrechte und Internationalismus
  • Heilpädagogik und Sozialtherapie
  • Entwicklungszusammenarbeit
  • Kunst: Eurythmie, Tanztheater und Theater mit pädagogischer Ausrichtung
  • Ökologische Landwirtschaft und Ökologie/Umwelt
  • Gesundheit: komplementäre Medizin
  • Förderung einzelner Menschen mit besonderen gesellschaftlichen Anliegen
  • Mildtätigkeit, Stipendien nach besonderen Kriterien

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Der Kettelerpreis

Die Stiftung Zukunft der Arbeit und der sozialen Sicherung (ZASS) der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands e.V. verleiht seit 2006 den Kettelerpreis. Ausgezeichnet werden Persönlichkeiten oder Projekte und Initiativen, die sich für die Zukunft der Arbeit und/oder der sozialen Sicherung sei es grundsätzlich, sei es für einzelne Gruppen einsetzen. Ziel des Preises ist es, das Engagement dieser Menschen zu würdigen, sie zu unterstützen und ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Der Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert. Er wird von dem Preisträger für ein/ihr Zukunftsprojekt im Sinne der Satzung der Stiftung eingesetzt.

Für den Kettelerpreis 2011 unter dem Thema „Wege aus der Prekarisierung der Arbeit“ können sich gemeinnützige Projekte und Initiativen sowie Personen bewerben oder vorgeschlagen werden, die konkrete Handlungsschritte gegen prekäre Arbeit unternehmen. Erwartet wird, dass die Bewerber/innen ihr Engagement gegen prekäre Arbeit offensiv in die politische und gesellschaftliche Debatte einbringen bzw. eingebracht haben und somit einen Impuls für sozialstaatliches Handeln geben. Dabei können die Wege aus der Prekarisierung von der individuellen Hilfestellung prekär Arbeitender bis hin zu politischem Engagement gegen die Strukturen der Ungerechtigkeit reichen.

Bewerbungsunterlagen bzw. Vorschläge müssen bis zum 15. April 2011 eingegangen sein.

Mehr zum Kettelerpreis

Internet Plattform betterplace

"betterplace" ist eine Internet-Plattform, die SpendengeberInnen und Spendensuchende zusammen führen möchte. Hier kann mensch lesen, wie es funktioniert. Und hier, wie die gesamte Struktur ist. Hinter der Plattform stehen zum einen die gemeinnützige gut.org gAG, die die Internetplattform betterplace.org betreibt und die Betterplace Solutions GmbH. Letztere hat den Zweck, Gewinne zu machen, damit die AG Geld hat für ihre Organisation und das Team. Private Spenden werden zu 100% weitergegeben.
Spannend ist es, durch die vorgestellten Projekte zu stöbern.


Crowdfunding

Crowdfunding (= Schwarmfinanzierung) ist eine Form der Finanzierung, durch die sich Aktionen, Produkte, Projekte oder auch Geschäftsideen von Privatpersonen mit Fremdkapital versorgen lassen. Als Kapitalgeber fungiert die anonyme Masse der InternetnutzerInnen. Die Plattform "betterplace" ist ein Beispiel, es gibt aber noch viele andere Plattformen.

Mehr zu Crowdfunding hier beim netz NRW / oder hier im crowdsourcingblog.

Aktuelle Termine



Links und Lesen

  • Broschüre Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen
    Herausgegeben von Netzwerk Selbsthilfe e.V.
    11. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage Herbst 2011
    200 Seiten, 19 Euro plus Porto + Verpackung
    Mehr Infos und Bestellen