„Du bist der Grund für ein Einkommen!”


Im Bedingungslosen Grundeinkommen sehen wir die kulturell anregenden Aspekte menschlicher Freiheit.
Einkommen und Erwerbsarbeit werden voneinander entkoppelt, und dies sehen wir als das Wesentliche für eine soziale Zukunft an,
DENN:

Neben den Grundbedürfnissen hat jeder Mensch das Recht auf uneingeschränkte kulturelle Teilhabe und Entwicklung innerhalb der Gesellschaft.
Diese Beteiligung erfordert allerdings ein Einkommen um überhaupt erst in die Lage der Mitwirkung an der Gesellschaft zu kommen, da jede gesellschaftliche Betätigung und Teilhabe zwangsläufig mit Warenzirkulation und Konsum verbunden ist.
Eine entsprechende materielle Basis muß dazu aber überhaupt erst vorhanden sein.

Die heutige Gesellschaftsform ist jedoch längst keine Selbstversorgungsgesellschaft mehr, in der der Einzelne die Bestimmungshoheit über seine Erwerbsarbeit und damit über sein Einkommen besitzt.

Deshalb kann Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht weiter an fremdbestimmte Erwerbsarbeit gekoppelt und durch diese bestimmt sein. Ansonsten ist die Folge, dass jede gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe in ungesunder Weise durch Bedingungen des Wirtschaftslebens bestimmt und vorgegeben ist.

Alle menschliche Tätigkeit ist von jeher darauf ausgerichtet, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, zu technisieren und zu rationalisieren. So kann mit möglichst geringem Aufwand ein höchstmögliches Ergebnis erzielt werden.
Diese Entwicklung ist wünschenswert und liegt in der Natur des Menschen.

Die Technisierung und die damit verbundenen Vorteile und Produktionssteigerungen sind also einerseits zu begrüßen. Zum anderen aber werden logischerweise dadurch immer weniger Menschen als Arbeitskräfte gebraucht.

Arbeitslosigkeit ist inzwischen zum Anzeiger für Produktivität und Wohlstand der Gesellschaft geworden.
Vollbeschäftigung wird deshalb zum unwahrscheinlichsten Zustand einer Volkswirtschaft. Sie ist zwar ein frommer Wunsch, der von Politikern immer wieder gern beschworen wird, berücksichtigt aber nicht die globale Arbeitsteilung und Entwicklung von Menschenarbeit hin zur Maschinenarbeit.

Rationalisierung führt unumkehrbar dazu, dass Menschen im Arbeitsleben immer weniger benötigt werden.

Und dies bringt zwangsläufig die Forderung nach einer Entkopplung des Einkommens von der Erwerbsarbeit auf.

Es muss die vordringliche Aufgabe einer modernen Gesellschaft sein, mit dem erwirtschafteten Reichtum, der ohne Frage vorhanden ist, allen Menschen ein Einkommen zu ermöglichen, gerade dann, wenn sie es nicht mehr aus Erwerbsarbeit selbst erlangen können.